Files
alpenwerk-hr/docs/entra-sso.md
Maximilian Stubhan 578ce696f0 Correct the policy count in the places that quote it
Six comments and doc lines put the number of RLS policies at 58. It is
21 — counted from pg_policy while building the data catalogue. The
figure appears in load-bearing prose ("all 58 policies call
is_hr_user()", "all 58 policies stay unchanged"), where being wrong by a
factor of three invites someone to go looking for the missing thirty-
seven.

The two occurrences inside supabase/migrations/ stay as they are. That
file already ran against the database; its comments record what was
believed at the time, and editing them would make the file differ from
what was applied for no gain.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-13 17:33:54 +02:00

6.3 KiB

Anmeldung über Entra ID

Die Anwendung meldet ausschliesslich über Microsoft Entra ID an. Die Sitzungsverwaltung macht Auth.js (auth.ts, lib/auth/config.ts) — es gibt keinen Anmeldedienst eines Anbieters mehr dazwischen.

Warum das trotzdem eine kleine Änderung ist: die Anmeldung liefert nach wie vor nur eine UUID. profiles.id trägt weiterhin role und is_active, und damit bleiben is_hr_user() und alle 21 RLS-Policies unverändert gültig. Die Sicherheitsgrenze wandert nicht in den Anwendungscode.

Einrichtung im Entra-Mandanten

App-Registrierung, einmalig — angelegt im Mandanten loudspring management GmbH:

Name Alpenwerk HR
Kontotypen Nur ein Mandant
Umleitungs-URI (Web) https://<produktion>/api/auth/callback/microsoft-entra-id
Anwendungs-ID (Client) <client-id>
Verzeichnis-ID (Mandant) <tenant-id>

Die konkreten Werte stehen bewusst nicht hier, sondern in der Übergabedokumentation. Sie sind zwar keine Geheimnisse — ohne Client-Geheimnis gibt eine ID nichts her, und RLS greift ohnehin —, aber sie zeigen auf die echte Umgebung, und dieses Repository wandert weiter als sie.

Die Umleitungs-URI zeigt jetzt auf die Anwendung selbst. Für die lokale Entwicklung kommt http://localhost:3000/api/auth/callback/microsoft-entra-id als zweite URI dazu; Entra erlaubt http nur für localhost.

Danach:

  1. Zertifikate & Geheimnisse → neues Client-Geheimnis. Der Wert wird gebraucht, nicht die Geheimnis-ID, und er ist nur einmal sichtbar.
  2. API-Berechtigungen → openid, profile, email (Microsoft Graph, delegiert), Administratorzustimmung erteilen. User.Read wird nicht gebraucht: der eingebaute Anbieter von Auth.js fordert es an, um das Profilbild aus dem Graph zu holen — lib/auth/config.ts schaltet beides ab.
  3. Tokenkonfiguration → Gruppenanspruch, siehe unten.

Konfiguration der Anwendung

Vier Werte, alle server-seitig — nichts davon landet im Browser-Bundle:

Variable Wert
AUTH_SECRET npx auth secret oder openssl rand -base64 32
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ID Anwendungs-ID (Client)
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_SECRET der Wert aus „Zertifikate & Geheimnisse"
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ISSUER https://login.microsoftonline.com/<tenant-id>/v2.0

Der Aussteller ist bei „Nur ein Mandant" nicht optional. Bleibt er leer, benutzt Auth.js common — dann dürfte sich jedes Microsoft-Konto anmelden, auch ein privates Outlook-Konto. Die Freischaltung über profiles fängt das zwar ab, aber die Eingangstür soll erst gar nicht so weit offenstehen.

AUTH_SECRET verschlüsselt das Sitzungscookie. Ein Wechsel meldet alle ab — im Ernstfall genau das gewünschte Mittel.

Was bei der ersten Anmeldung passiert

  1. Auth.js prüft das Token von Entra (state, nonce, Signatur, Aussteller).
  2. Der Rückruf in auth.ts nimmt daraus die oid — nicht sub, nicht die E-Mail. Die oid identifiziert dieselbe Person über Anwendungen hinweg und überlebt Namens- und Adressänderungen.
  3. app_upsert_user(oid, email, name) legt die app_users-Zeile an und liefert die Kennung, die von da an in jeder Transaktion als app.user_id steht.
  4. Gibt es zu der Adresse bereits ein profiles-Eintrag, übernimmt die Funktion dessen Kennung statt eine neue zu vergeben. Das ist der Grund, warum bestehende Zugänge nach der Umstellung weiterlaufen: Notizen, Entwürfe und Protokolleinträge hängen an dieser ID.

Der Abgleich über die Adresse ist genau hier vertretbar und sonst nirgends: sie kommt aus einem von Entra ausgestellten Token, nicht aus einem Formular. Wer sie behauptet, hat sie bereits bewiesen.

Freischaltung über die Entra-Gruppe

Wer sich anmeldet, hat damit noch keinen Zugriff. Zugriff hat, wer eine profiles-Zeile mit role = 'hr' und is_active = true besitzt.

Woher der Gruppen-Anspruch kommt

Entra schickt Gruppen nur mit, wenn es in der Tokenkonfiguration eingestellt ist. Zwei Varianten:

Variante Lizenz Haken
Sicherheitsgruppen frei Schickt alle Sicherheitsgruppen mit. Ab etwa 200 Gruppen liefert Entra statt der Liste einen Verweis, und die Auswertung greift ins Leere.
Der Anwendung zugewiesene Gruppen Entra ID P1 Nur die zugewiesene Gruppe steht im Token.

Wo die Auswertung hingehört

In den jwt-Rückruf in auth.ts, neben app_upsert_user() — dort liegt profile.groups aus dem ID-Token vor.

Das ist belastbar, und der Grund ist wichtig: das ID-Token ist von Entra signiert und wurde von Auth.js gegen den Aussteller geprüft. Die angemeldete Person kann seinen Inhalt nicht beeinflussen. (Unter GoTrue war dieselbe Stelle eine Falle: auth.users.raw_user_meta_data war von der Person selbst beschreibbar, und eine Freischaltung, die von dort gelesen hätte, wäre selbstbedienbar gewesen.)

Reihenfolge

Gebaut wird das erst, wenn feststeht, wie der Anspruch tatsächlich ankommt — das hängt an der gewählten Variante und an der Konfiguration des Mandanten. Ablauf:

  1. SSO in Betrieb nehmen, einmal anmelden.
  2. Im jwt-Rückruf einmalig console.log(profile) — das zeigt die Ansprüche so, wie der Mandant sie tatsächlich schickt.
  3. Erst dann die Auswertung mit der konkreten Gruppen-ID schreiben.

Ohne Schritt 2 wäre sie geraten. Bis dahin wird profiles von Hand gepflegt.

Was die Gruppe nicht kann

Die Mitgliedschaft steht im Token. Wer aus der Gruppe entfernt wird, verliert den Zugriff deshalb bei der nächsten Anmeldung, nicht sofort. Für den sofortigen Entzug bleibt profiles.is_active = false das Mittel — das wirkt beim nächsten Datenbankzugriff, weil is_hr_user() die Spalte je Abfrage liest.

Wer prüft was

Stelle Prüft Wann
proxy.ts Gibt es überhaupt eine Sitzung? jede Anfrage
app/(app)/layout.tsx profiles.role / is_active jeder Seitenaufbau
lib/auth/require-hr.ts dasselbe, für /api/export/* jeder Aufruf
RLS-Policies is_hr_user() jede einzelne Abfrage

Der Proxy prüft die HR-Rechte nicht — er hat keine Datenbankverbindung. Sie in das Sitzungstoken zu schreiben wäre schneller gewesen und hätte eine Behauptung eingefroren: eine entzogene Freischaltung wirkte dann erst mit dem nächsten Token. Bei einer Personalanwendung ist das die falsche Richtung.