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alpenwerk-hr/DEPLOYMENT.md
Maximilian Stubhan 780f8fe2b7 Write down what an internal deployment actually needs
The target is a VM inside the company network, reachable only from there.
Two consequences decide whether this works at all, and both are easy to
discover too late — after the firewall rules are already written.

The server needs outbound access even though nothing comes in. Auth.js
exchanges the authorisation code for a token server-side and fetches the
issuer's configuration, so login.microsoftonline.com must be reachable from
the VM; the database likewise. That the person signs in through their own
browser is not enough, which is the assumption worth naming before someone
builds a closed network around it.

HTTPS is not optional either: Entra accepts http only for localhost. The
practical route without public reachability is a public DNS name pointing at
a private address and a certificate obtained through the DNS challenge —
allowed, common, and it yields a normally trusted certificate while the
server stays unreachable from outside. deploy/Caddyfile does that, and the
alternative (self-signed, trusted on every workstation) is written down with
its cost.

docker-compose now publishes port 3000 on 127.0.0.1 only. It was on every
interface, so the same service also stood there unencrypted, and one gap in
the firewall was enough. The proxy is the only way in.

AUTH_URL is documented for the same reason a comment sits in the Caddyfile:
behind a proxy the container does not see the name the browser used, and the
callback would point somewhere nobody can reach.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-07 08:26:14 +02:00

8.3 KiB
Raw Blame History

Deployment mit Docker

Dieser Guide beschreibt, wie die App als Docker-Container auf einem eigenen Linux-Server läuft.

Was wird containerisiert – und was nicht

  • Containerisiert: nur die Next.js-App selbst (Dockerfile).
  • Nicht containerisiert: die Datenbank. Die App verbindet sich über DATABASE_URL zu einem beliebigen PostgreSQL ab 15 — heute ein Supabase-Projekt, genauso möglich sind Azure Flexible Server, RDS, Cloud SQL oder eigenes Blech. supabase/ in diesem Repo ist die Migrations- und Entwicklungsumgebung, kein Teil des Deployments.
  • Ebenfalls nicht containerisiert: die Anmeldung. Sie läuft über Microsoft Entra ID; die App hält nur das Sitzungscookie (Auth.js). Es gibt keinen Anmeldedienst, der mit ausgerollt werden müsste.
  • Ersetzt: der Vercel-Cron-Job aus vercel.json (täglich 03:00 Uhr, ruft /api/cron/apply-pending-changes auf, um fällige Versetzungen/ Beförderungen/Karenz/Reorg-Änderungen zu übernehmen). Da es außerhalb von Vercel kein Vercel-Cron gibt, übernimmt das im docker-compose.yml enthaltene cron-Sidecar-Container diese Aufgabe mit demselben Schema und demselben Bearer-Secret, das die Route bereits erwartet.

Betrieb im Firmennetz — zwei Dinge vorab

Die App läuft intern, aber sie ist nicht von der Aussenwelt unabhängig. Beides vor der Installation klären, sonst scheitert es am Ende an der Firewall:

1. Der Server braucht ausgehenden Zugang. Eingehend aus dem Internet nichts, ausgehend zwingend:

Ziel Wofür Ohne das
login.microsoftonline.com (443) Auth.js tauscht den Anmeldecode serverseitig gegen ein Token und lädt die Konfiguration des Ausstellers keine Anmeldung möglich
Die Datenbank (Supabase: *.pooler.supabase.com, 6543) jede Abfrage die App startet, zeigt aber nichts

Dass die Anmeldung im Browser der Person stattfindet, genügt nicht — der Tausch von Code gegen Token läuft vom Server aus. Liegt die VM in einem abgeschotteten Netz, ist entweder ein Proxy nötig oder eine PostgreSQL- Instanz im selben Netz statt Supabase.

2. HTTPS ist Pflicht, auch intern. Entra ID akzeptiert http nur für localhost. Der praktikable Weg ohne öffentliche Erreichbarkeit: ein öffentlicher DNS-Name, der auf die private Adresse zeigt (z. B. hr.elycon.solutions → 10.x.x.x) und ein Zertifikat über die DNS-Challenge. Das ist zulässig, verbreitet, und liefert ein regulär vertrauenswürdiges Zertifikat, ohne dass der Server je aus dem Internet erreichbar ist.

Beispielkonfiguration: deploy/Caddyfile.

Die Alternative — selbst signiertes Zertifikat — bedeutet, es auf jedem Arbeitsplatz als vertrauenswürdig zu hinterlegen. Bei zwei Personen machbar, bei zwanzig nicht.

Voraussetzungen

  • Docker + Docker Compose (v2, das im Docker Desktop/Docker Engine enthaltene docker compose) auf dem Zielserver.
  • Ein bestehendes Supabase-Projekt mit den Migrationen aus supabase/migrations/ bereits eingespielt (supabase db push bzw. wie bisher).

1. .env anlegen

cp .env.example .env

Werte eintragen:

Variable Woher
DATABASE_URL Verbindungsstring der PostgreSQL-Instanz. Die Rolle darf kein BYPASSRLS haben; hinter einem Pooler den Transaktions-Modus (bei Supabase Port 6543)
DATABASE_SSL nur setzen (false), wenn die Datenbank ohne TLS läuft
AUTH_SECRET selbst generieren: openssl rand -base64 32
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ID Entra-Portal → App-Registrierung → Übersicht
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_SECRET Entra-Portal → Zertifikate & Geheimnisse (nur einmal sichtbar!)
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ISSUER https://login.microsoftonline.com/<verzeichnis-id>/v2.0
CRON_SECRET selbst generieren: openssl rand -hex 32

Details zur Entra-Registrierung: docs/entra-sso.md.

Wichtig zum Verständnis:

  • Nichts davon wird in das Image eingebacken. Es gibt keine NEXT_PUBLIC_*-Variablen mehr; alle Werte liest die Anwendung zur Laufzeit über env_file. Eine Änderung braucht deshalb nur einen Neustart, keinen neuen Build — und dasselbe Image läuft in Test und Produktion.
  • .env steht schon in .gitignore – nicht committen.

2. Bauen und lokal testen

docker compose build
docker compose up -d
docker compose logs -f app

App ist danach unter http://localhost:3000 erreichbar. Healthcheck prüft GET /login; Status siehe docker compose ps.

Cron-Sidecar prüfen:

docker compose logs -f cron

3. Auf einem Server deployen

Einfachste Variante – Repo direkt auf dem Server bauen:

git clone <repo-url> && cd manner-app
cp .env.example .env   # Werte eintragen
docker compose up -d --build

Alternative für CI/CD (Image einmal bauen, überall pullen): Image in einer Registry bauen und pushen, auf dem Server nur docker compose pull && docker compose up -d ausführen. Dafür in docker-compose.yml zusätzlich image: <registry>/<name>:<tag> setzen.

Build-Argumente braucht es dabei keine: das Abbild enthält keine umgebungsabhängigen Werte mehr, alles kommt zur Laufzeit aus .env. Dasselbe Abbild läuft damit in Test und Produktion.

4. Reverse Proxy + HTTPS

Next.js selbst sollte laut den offiziellen Docs nicht direkt exponiert werden – ein Reverse Proxy übernimmt TLS, Rate-Limiting und Request- Validierung.

Fertige Konfiguration: deploy/Caddyfile — mit DNS-Challenge, weil der Server aus dem Internet nicht erreichbar ist (siehe oben).

sudo cp deploy/Caddyfile /etc/caddy/Caddyfile
sudo systemctl reload caddy

docker-compose.yml veröffentlicht Port 3000 bewusst nur auf 127.0.0.1 — die App ist also ausschliesslich über den Proxy erreichbar, nicht daneben unverschlüsselt.

Zusätzlich in die .env:

AUTH_URL=https://hr.elycon.solutions

Ohne diesen Wert baut Auth.js seine Rückruf-Adresse aus dem, was der Container sieht — und das ist hinter dem Proxy nicht der Name, den der Browser benutzt hat.

5. Updates ausrollen

git pull
docker compose build
docker compose up -d

Kurzer Downtime-Moment beim Neustart des app-Containers ist bei dieser Single-Instance-Compose-Konfiguration normal. Für Zero-Downtime-Deployments wäre eine zweite Instanz + Load Balancer nötig (siehe Abschnitt 6).

Datenbank-Migrationen (supabase/migrations/*.sql) werden weiterhin über die Supabase CLI gegen das Supabase-Projekt gefahren, unabhängig vom App-Deployment:

supabase db push

6. Hinweis bei mehreren Replicas

Läuft die App skaliert (mehrere app-Container hinter einem Load Balancer), muss NEXT_SERVER_ACTIONS_ENCRYPTION_KEY explizit gesetzt und auf allen Instanzen identisch sein – sonst schlagen Server Actions (actions/*.ts, z. B. Mitarbeiter- und Positions-Mutationen) mit "Failed to find Server Action" fehl, wenn eine Anfrage auf einer anderen Instanz landet als der, die das Formular gerendert hat. Erzeugen mit:

openssl rand -base64 32

Als zusätzliche Env-Variable in .env eintragen. Bei der aktuellen Single-Instance-Compose-Konfiguration ist das nicht nötig.

Troubleshooting

  • Anmeldung endet auf /login?error=…: die Umleitungs-URI in der Entra-Registrierung muss exakt https://<host>/api/auth/callback/microsoft-entra-id lauten. Steht die Anwendung hinter einem Reverse Proxy unter einer anderen Adresse, als sie selbst sieht, zusätzlich AUTH_URL setzen.
  • Angemeldet, aber sofort zurück auf /login?error=no_hr_access: die Anmeldung hat funktioniert, es fehlt die Freischaltung. Es braucht eine profiles-Zeile mit role = 'hr' und is_active = true auf derselben Kennung, die in app_users steht.
  • Cron läuft nicht: docker compose logs cron – prüft, ob /etc/crontabs/root korrekt geschrieben wurde und ob CRON_SECRET in .env gesetzt ist (leer/fehlend führt serverseitig zu 401).
  • max clients reached in session mode: der Verbindungsstring zeigt auf den Sitzungs-Modus des Poolers. Auf den Transaktions-Modus wechseln (bei Supabase Port 6543).
  • Healthcheck rot: docker compose logs app – meist DATABASE_URL fehlend oder nicht erreichbar. Der Pool baut die Verbindung erst beim ersten Zugriff auf, der Fehler steht deshalb im Log der Anfrage, nicht im Start-Log.