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alpenwerk-hr/DEPLOYMENT.md
Maximilian Stubhan 77d9a95f7f
Some checks failed
CI / Lint, Typen, Tests, Build (push) Failing after 5m25s
CI / Integrationstests (echtes Postgres) (push) Failing after 5m9s
Run the database in a container of our own
Supabase was only ever the host: the application has talked to PostgreSQL
directly through pg/Kysely for a while. So the move is mostly about
supplying what the platform used to supply.

Proved before building anything. All 65 migrations replay onto an empty
database, and the result matches production exactly — 183 columns, 25
policies, 68 indexes, 84 constraints, identical sets, no diff. The only
function missing from the rebuild turned out to matter, see below.

What the platform supplied, deploy/db-init now does:

  - alpenwerk_app, explicitly NOBYPASSRLS. The whole access model is 21
    RLS policies; a role that bypasses them would leave everything
    working while showing too much, and nobody would notice.
  - pgcrypto and pg_trgm. uuid-ossp was available on Supabase but is
    used nowhere — no column default, no function calls uuid_generate_*.
  - anon, authenticated and service_role as NOLOGIN placeholders. No
    policy names them; they only carry grants the platform handed out,
    and a data dump referencing them would fail to restore without them.
  - A stub `auth` schema. The end state needs none of it — checked: no
    foreign key, no policy, no column default refers to it. The June
    2026 migrations do, and rewriting those would be falsifying history;
    they describe what was true then.

The gap the comparison found: rls_auto_enable() and the ensure_rls event
trigger existed only in the running database, created by hand, in no
migration. That is the net which forces RLS on every newly created
table — the reason a forgotten policy yields an empty table instead of
an open one. A rebuild from migrations would silently not have had it:
everything works, and the next new table is unprotected. Now a migration
(20260819100000), verified by creating a table on the rebuild and
confirming RLS came on by itself.

Data moves separately, via scripts/umzug-von-supabase.sh: schema from
the migrations, then pg_dump --data-only --disable-triggers for the rows.
Without --disable-triggers every foreign key trips over load order. RLS
does not interfere — none of the 19 tables uses FORCE ROW LEVEL
SECURITY, so the owner writes through. The dump is deliberately left on
disk afterwards.

psql and node come from two `tools`-profile services rather than being
installed on the host, so the server needs nothing but Docker. The db
service publishes no port at all — reachable only inside the compose
network.

SUPABASE_DB_URL is renamed MIGRATE_DATABASE_URL, since after this it
describes something else entirely; the old name still works so existing
.env files keep running. Both were exercised, as was the error when
neither is set.

The deploy workflow is set to manual-only. Its preconditions were never
met — no secrets, and whether the job container can reach the host's
Docker daemon is untested — and failing on every push teaches people to
ignore red runs. It also needs updating for the new database service
before it could work at all.

Not verified: none of this has run in an actual container. There is no
Docker daemon on this machine. What is verified is the part that
decides whether it can work — the schema, on a real empty database.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-20 16:34:08 +02:00

20 KiB
Raw Blame History

Deployment

Zwei Wege, beide unterstützt. Das Abbild ist umgebungsneutral — es gibt keine Werte mehr, die beim Bauen eingebacken werden —, ein Wechsel ist also jederzeit möglich.

passt, wenn
Vercel ihr nichts betreiben wollt; schnellster Weg
Docker es in eure eigene Infrastruktur soll

In beiden Fällen gleich: die Umgebungsvariablen aus Abschnitt 1, die Umleitungs-URI in der Entra-Registrierung, und dass eine neue Person nach ihrer ersten Anmeldung eine profiles-Zeile braucht (siehe docs/entra-sso.md).

Vercel

Das Repository liegt auf git.elycon.solutions — einem selbst betriebenen Git. Vercels Git-Anbindung kann nur GitHub, GitLab und Bitbucket, dieses Repository lässt sich dort also nicht verknüpfen. Zwei Möglichkeiten:

a) Von der Arbeitsstation ausrollen (ohne GitHub)

npx vercel login
npx vercel link
npx vercel --prod

Funktioniert mit jedem Repository. Der Preis: kein automatisches Ausrollen bei einem Push — jede Veröffentlichung ist ein bewusster Befehl. Für zwei Personen ist das eher Vorteil als Nachteil.

b) Zusätzlich nach GitHub spiegeln

git remote add github git@github.com:<konto>/alpenwerk-hr.git
git push github feat/sap-om-org-model

Danach das GitHub-Repository in Vercel verbinden. Ab dann rollt jeder Push aus. Zwei Fernziele bedeuten aber auch: beide müssen gepflegt werden.

Danach

  1. Umgebungsvariablen im Vercel-Projekt setzen (Settings → Environment Variables), dieselben wie in Abschnitt 1. AUTH_URL ist nicht nötig, Vercel setzt den Host selbst.
  2. Umleitungs-URI in der Entra-Registrierung ergänzen: https://<projekt>.vercel.app/api/auth/callback/microsoft-entra-id
  3. Der nächtliche Lauf ist über vercel.json bereits eingerichtet.

Zwei Eigenheiten der Plattform, die im Code berücksichtigt sind: output: "standalone" entfällt dort automatisch (Vercel baut selbst), und /api/import ist auf 60 Sekunden begrenzt — die Obergrenze des kostenlosen Tarifs. Im Pro-Tarif liessen sich 300 setzen, falls eine Importdatei mit vielen tausend Zeilen ansteht.

Der Verbindungspool passt zu serverlosen Aufrufen, weil DATABASE_URL auf den Transaktions-Modus zeigt (Port 6543). Mit dem Sitzungs-Modus wären die 15 Verbindungen des Tarifs nach wenigen gleichzeitigen Aufrufen verbraucht.

Deployment mit Docker

Dieser Guide beschreibt, wie die App stattdessen als Docker-Container auf einem eigenen Linux-Server läuft.

Was wird containerisiert – und was nicht

  • Containerisiert: die Next.js-App (Dockerfile) und die Datenbank (Dienst db, postgres:17-alpine). Beide zusammen in docker-compose.yml; die Daten liegen im benannten Volume db-daten.
  • Nicht mehr Supabase. Die Anwendung sprach ohnehin unmittelbar mit PostgreSQL — Supabase war nur der Betreiber. Was die Plattform beisteuerte, bringt jetzt deploy/db-init/ mit: die Anwendungsrolle ohne BYPASSRLS, die zwei benutzten Erweiterungen und eine Attrappe des auth-Schemas, die nur die alten Migrationen von Juni brauchen. Der Umzug steht in Abschnitt 3a.
  • Läuft die Datenbank woanders (Azure Flexible Server, RDS, eigenes Blech), genügt es, DATABASE_URL dorthin zeigen zu lassen und den db-Dienst nicht zu starten. Die Anwendung merkt keinen Unterschied.
  • Ebenfalls nicht containerisiert: die Anmeldung. Sie läuft über Microsoft Entra ID; die App hält nur das Sitzungscookie (Auth.js). Es gibt keinen Anmeldedienst, der mit ausgerollt werden müsste.
  • Ersetzt: der Vercel-Cron-Job aus vercel.json (täglich 03:00 Uhr, ruft /api/cron/apply-pending-changes auf, um fällige Versetzungen/ Beförderungen/Karenz/Reorg-Änderungen zu übernehmen). Da es außerhalb von Vercel kein Vercel-Cron gibt, übernimmt das im docker-compose.yml enthaltene cron-Sidecar-Container diese Aufgabe mit demselben Schema und demselben Bearer-Secret, das die Route bereits erwartet.

Betrieb im Firmennetz — zwei Dinge vorab

Die App läuft intern, aber sie ist nicht von der Aussenwelt unabhängig. Beides vor der Installation klären, sonst scheitert es am Ende an der Firewall:

1. Der Server braucht ausgehenden Zugang. Eingehend aus dem Internet nichts, ausgehend zwingend:

Ziel Wofür Ohne das
login.microsoftonline.com (443) Auth.js tauscht den Anmeldecode serverseitig gegen ein Token und lädt die Konfiguration des Ausstellers keine Anmeldung möglich
Die Datenbank (Supabase: *.pooler.supabase.com, 6543) jede Abfrage die App startet, zeigt aber nichts

Dass die Anmeldung im Browser der Person stattfindet, genügt nicht — der Tausch von Code gegen Token läuft vom Server aus. Liegt die VM in einem abgeschotteten Netz, ist entweder ein Proxy nötig oder eine PostgreSQL- Instanz im selben Netz statt Supabase.

2. HTTPS ist Pflicht, auch intern. Entra ID akzeptiert http nur für localhost. Der praktikable Weg ohne öffentliche Erreichbarkeit: ein öffentlicher DNS-Name, der auf die private Adresse zeigt (z. B. hr.elycon.solutions → 10.x.x.x) und ein Zertifikat über die DNS-Challenge. Das ist zulässig, verbreitet, und liefert ein regulär vertrauenswürdiges Zertifikat, ohne dass der Server je aus dem Internet erreichbar ist.

Beispielkonfiguration: deploy/Caddyfile.

Die Alternative — selbst signiertes Zertifikat — bedeutet, es auf jedem Arbeitsplatz als vertrauenswürdig zu hinterlegen. Bei zwei Personen machbar, bei zwanzig nicht.

Voraussetzungen

  • Docker + Docker Compose (v2, das im Docker Desktop/Docker Engine enthaltene docker compose) auf dem Zielserver.
  • Ein bestehendes Supabase-Projekt mit den Migrationen aus supabase/migrations/ bereits eingespielt (supabase db push bzw. wie bisher).

1. .env anlegen

cp .env.example .env

Werte eintragen:

Variable Woher
DATABASE_URL Verbindungsstring der PostgreSQL-Instanz. Die Rolle darf kein BYPASSRLS haben; hinter einem Pooler den Transaktions-Modus (bei Supabase Port 6543)
DATABASE_SSL nur setzen (false), wenn die Datenbank ohne TLS läuft
AUTH_SECRET selbst generieren: openssl rand -base64 32
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ID Entra-Portal → App-Registrierung → Übersicht
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_SECRET Entra-Portal → Zertifikate & Geheimnisse (nur einmal sichtbar!)
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ISSUER https://login.microsoftonline.com/<verzeichnis-id>/v2.0
CRON_SECRET selbst generieren: openssl rand -hex 32

Details zur Entra-Registrierung: docs/entra-sso.md.

Wichtig zum Verständnis:

  • Nichts davon wird in das Image eingebacken. Es gibt keine NEXT_PUBLIC_*-Variablen mehr; alle Werte liest die Anwendung zur Laufzeit über env_file. Eine Änderung braucht deshalb nur einen Neustart, keinen neuen Build — und dasselbe Image läuft in Test und Produktion.
  • .env steht schon in .gitignore – nicht committen.

2. Bauen und lokal testen

docker compose build
docker compose up -d
docker compose logs -f app

App ist danach unter http://localhost:3000 erreichbar. Healthcheck prüft GET /login; Status siehe docker compose ps.

Cron-Sidecar prüfen:

docker compose logs -f cron

3. Auf einem Server deployen

Einfachste Variante – Repo direkt auf dem Server bauen:

git clone <repo-url> && cd manner-app
cp .env.example .env   # Werte eintragen
docker compose up -d --build

Alternative für CI/CD (Image einmal bauen, überall pullen): Image in einer Registry bauen und pushen, auf dem Server nur docker compose pull && docker compose up -d ausführen. Dafür in docker-compose.yml zusätzlich image: <registry>/<name>:<tag> setzen.

Build-Argumente braucht es dabei keine: das Abbild enthält keine umgebungsabhängigen Werte mehr, alles kommt zur Laufzeit aus .env. Dasselbe Abbild läuft damit in Test und Produktion.

Bei einer leeren Datenbank

Der db-Container legt beim ersten Start Rollen und Erweiterungen an; das Schema kommt danach aus den Migrationen:

docker compose up -d db
docker compose run --rm migrate      # legt Tabellen, Funktionen, Policies an
docker compose up -d --build

migrate steht im Profil tools und läuft bei docker compose up nicht mit. Auf dem Host wird dafür weder Node noch psql gebraucht — nur Docker.

3a. Umzug von Supabase

Einmalig, wenn der Bestand noch bei Supabase liegt:

SUPABASE_DB_URL='postgresql://postgres:<passwort>@<projekt>.supabase.com:5432/postgres' \
  ./scripts/umzug-von-supabase.sh

Was das Skript tut und warum:

  1. Schema aus den Migrationen, nicht aus einem Abzug. Nachgewiesen ist, dass alle Migrationen auf einer leeren Datenbank durchlaufen und dabei Spalte für Spalte, Index für Index, Policy für Policy dasselbe ergeben wie die gewachsene Produktion. Der Weg hat zwei Vorteile: die Buchführung stimmt danach von selbst, und Supabase-eigene Rechte und Eigentümer kommen gar nicht erst mit.
  2. Nur die Daten werden abgezogen (pg_dump --data-only --disable-triggers). Ohne --disable-triggers stolpert jede Fremdschlüsselprüfung über die Ladereihenfolge. RLS steht nicht im Weg — keine der 19 Tabellen hat FORCE ROW LEVEL SECURITY, der Eigentümer schreibt also durch.
  3. Am Ende werden die Zeilenzahlen ausgegeben. Mit denen bei Supabase vergleichen, bevor irgendetwas abgeschaltet wird.

Der Abzug bleibt als Datei liegen. Erst löschen, wenn die Anwendung gegen die neue Datenbank nachweislich läuft.

Danach in .env:

DATABASE_URL=postgresql://alpenwerk_app:<APP_DB_PASSWORD>@db:5432/alpenwerk
DATABASE_SSL=false

Was am auth-Schema übrigbleibt

deploy/db-init/01-auth-attrappe.sql legt ein leeres auth-Schema an. Es wird im Betrieb nicht gebraucht: kein Fremdschlüssel, keine Policy, keine Spaltenvorgabe verweist darauf (geprüft). Gebraucht wird es nur beim Abspielen der Migrationen von Juni 2026, die damals noch an auth.users hingen. Die Alternative wäre, jene Dateien umzuschreiben — also Geschichte zu fälschen: sie beschreiben, was damals galt.

4. Reverse Proxy + HTTPS

Next.js selbst sollte laut den offiziellen Docs nicht direkt exponiert werden – ein Reverse Proxy übernimmt TLS, Rate-Limiting und Request- Validierung.

Fertige Konfiguration: deploy/Caddyfile — mit DNS-Challenge, weil der Server aus dem Internet nicht erreichbar ist (siehe oben).

sudo cp deploy/Caddyfile /etc/caddy/Caddyfile
sudo systemctl reload caddy

docker-compose.yml veröffentlicht Port 3000 bewusst nur auf 127.0.0.1 — die App ist also ausschliesslich über den Proxy erreichbar, nicht daneben unverschlüsselt.

Zusätzlich in die .env:

AUTH_URL=https://hr.elycon.solutions

Ohne diesen Wert baut Auth.js seine Rückruf-Adresse aus dem, was der Container sieht — und das ist hinter dem Proxy nicht der Name, den der Browser benutzt hat.

5. Automatisch ausrollen bei einem Push (Gitea Actions)

Ein Push auf master baut und startet die Anwendung auf dem Server neu. Zuständig ist .github/workflows/deploy.yml.

Warum .github/ und nicht .gitea/: Gitea Actions liest .gitea/workflows — und nur wenn dieses Verzeichnis fehlt, ersatzweise .github/workflows. Ein neu angelegtes .gitea/workflows/ würde also ci.yml stillschweigend abschalten. Solange beide Dateien unter .github/ liegen, sieht Gitea beide.

a) Der Runner

Verwendet wird der bestehende, globale Runner elycon-runner-01 (act_runner v0.2.11, Labels docker und ubuntu-latest). Ein eigener ist nicht nötig.

Beide Workflows laufen deshalb auf ubuntu-latest. Ein Label, das kein Runner führt, lässt den Lauf wortlos in der Warteschlange stehen — kein Fehler, keine Meldung, nur „Waiting". Das ist der häufigste Grund, warum scheinbar nichts passiert.

Der Job läuft im Container, nicht auf dem Server

Das ist die Stelle, an der es klemmen kann. act_runner startet je Job einen eigenen Container; der Docker-Socket des Hosts ist darin nur, wenn der Runner so konfiguriert ist:

# config.yaml des Runners
container:
  options: -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock
  valid_volumes:
    - /var/run/docker.sock

Zusätzlich muss das Job-Abbild die Docker-CLI mitbringen (die üblichen runner-images/catthehacker-Abbilder tun das).

Der erste Schritt des Deploy-Workflows prüft genau das und bricht mit einer Anleitung ab, wenn etwas fehlt — statt drei Schritte später an einer Meldung zu scheitern, mit der niemand etwas anfangen kann.

Der durchgereichte Socket gibt dem Job faktisch Wurzelrechte auf dem Host. Bei einem Deploy-Runner ist das der Zweck der Übung, aber es heisst auch: wer in dieses Repository schreiben darf, darf auf diesem Server alles. Bei einem globalen Runner gilt das für jedes Repository der Instanz, das denselben Socket benutzt. Ist das zu weit gefasst, ist der Weg über SSH der richtige: ein Schlüssel als Repository-Secret, der nur auf den einen Server und nur auf das Deploy-Verzeichnis zeigt.

b) Secrets hinterlegen

Gitea → Repository → Settings → Actions → Secrets. Dieselben Werte wie in Abschnitt 1; der Workflow baut daraus zur Laufzeit die .env und löscht sie danach wieder.

Secret Anmerkung
DATABASE_URL Transaktions-Pooler (Supabase: 6543) — den benutzt die Anwendung
SUPABASE_DB_URL Direkter Zugang (Supabase: 5432) — nur für die Migrationen
AUTH_SECRET
AUTH_URL z. B. https://hr.elycon.solutions
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ID
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_SECRET
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ISSUER
CRON_SECRET

Warum zwei Verbindungsstrings: der Transaktions-Pooler bricht bei einer Migration ab, die mehrere Anweisungen in einer Transaktion bündelt. Migrationen gehören über die direkte Verbindung, der laufende Betrieb über den Pooler.

Zusätzlich unter Variables (kein Secret, nur eine Einstellung):

Variable Vorgabe Wofür
COMPOSE_PROJECT_NAME alpenwerk-hr Muss zum bestehenden Stapel passen — sonst entsteht ein zweiter daneben

Den bestehenden Namen zeigt auf dem Server:

docker compose ls

c) Was der Lauf tut

  1. .env aus den Secrets schreiben (fehlt eines, bricht er mit Namen ab).
  2. Migrationen anwenden — erst --dry-run fürs Protokoll, dann echt.
  3. docker compose build und up -d gegen den Docker-Dienst des Hosts.
  4. Auf healthy warten (bis zu zwei Minuten). Wird die Anwendung nicht gesund, schlägt der Lauf fehl und hängt die letzten 80 Logzeilen an.
  5. .env wieder löschen.

Der Workflow ist nicht an ci.yml gekoppelt: ein Push auf master rollt aus, auch wenn die Tests parallel noch laufen. Soll erst nach grünen Tests ausgerollt werden, gehört der deploy-Job mit needs: [check] in ci.yml — dann allerdings braucht der Runner auch das Label, mit dem check läuft.

5a. Migrationen

Eingespielt werden sie von scripts/migrate.mjs — demselben Läufer, den auch der Deploy benutzt:

node --env-file=.env scripts/migrate.mjs --dry-run   # was stünde an
node --env-file=.env scripts/migrate.mjs             # anwenden

Buch geführt wird in supabase_migrations.schema_migrations, derselben Tabelle in derselben Form, die die Supabase-CLI benutzt — supabase db push von der Arbeitsstation bleibt damit möglich und überspringt, was hier schon lief.

Einmalig, im August 2026 bereits erledigt: Die Migrationen wurden bis dahin von Hand eingespielt, die Buchführungstabelle existierte gar nicht. Ein automatischer Lauf hätte deshalb alle 65 Dateien erneut gegen die produktive Datenbank gespielt — inklusive initial_schema und der OM-Umstellung. Vor dem Einschalten wurde einmal node scripts/migrate.mjs --baseline gefahren: das verbucht alles Vorhandene als angewendet, ohne es auszuführen. Wer eine weitere Umgebung aufsetzt, deren Datenbank schon steht, braucht denselben Schritt.

5b. Updates von Hand ausrollen

Falls der Runner nicht läuft oder ein Stand ausser der Reihe gebraucht wird:

git pull
node --env-file=.env scripts/migrate.mjs
docker compose build
docker compose up -d

Kurzer Downtime-Moment beim Neustart des app-Containers ist bei dieser Single-Instance-Compose-Konfiguration normal. Für Zero-Downtime-Deployments wäre eine zweite Instanz + Load Balancer nötig (siehe Abschnitt 6).

Der Migrationsschritt steht bewusst vor dem Neubau: der neue Code erwartet das neue Schema, und umgekehrt liefe die neue Anwendung kurz gegen das alte.

6. Hinweis bei mehreren Replicas

Läuft die App skaliert (mehrere app-Container hinter einem Load Balancer), muss NEXT_SERVER_ACTIONS_ENCRYPTION_KEY explizit gesetzt und auf allen Instanzen identisch sein – sonst schlagen Server Actions (actions/*.ts, z. B. Mitarbeiter- und Positions-Mutationen) mit "Failed to find Server Action" fehl, wenn eine Anfrage auf einer anderen Instanz landet als der, die das Formular gerendert hat. Erzeugen mit:

openssl rand -base64 32

Als zusätzliche Env-Variable in .env eintragen. Bei der aktuellen Single-Instance-Compose-Konfiguration ist das nicht nötig.

Troubleshooting

  • Push gemacht, aber kein Lauf startet: meist die Labels. Der Lauf steht dann in Gitea unter Actions als „Waiting" — ohne Fehlermeldung, weil kein Runner das verlangte Label anbietet. Beide Workflows verlangen ubuntu-latest; elycon-runner-01 führt es. Welche Labels registriert sind, zeigt Gitea → Site Administration → Actions → Runners.

  • Deploy läuft, aber es entsteht ein zweiter Stapel: COMPOSE_PROJECT_NAME passt nicht zum bestehenden. Auf dem Server docker compose ls — der dort gelistete Name gehört als Variable ins Repository. Bis dahin läuft die alte Instanz weiter und beansprucht Port 3000; die neue scheitert daran.

  • Cannot connect to the Docker daemon im Deploy: dem Runner-Container fehlt der Socket. Er braucht -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock.

  • Migration schlägt im Deploy fehl: der Lauf bricht ab, bevor Container angefasst werden — die alte Version läuft also weiter. Die fehlgeschlagene Datei wurde vollständig zurückgerollt und nicht verbucht; nach der Korrektur reicht ein erneuter Push.

  • Anmeldung endet auf /login?error=…: die Umleitungs-URI in der Entra-Registrierung muss exakt https://<host>/api/auth/callback/microsoft-entra-id lauten. Steht die Anwendung hinter einem Reverse Proxy unter einer anderen Adresse, als sie selbst sieht, zusätzlich AUTH_URL setzen.

  • Angemeldet, aber sofort zurück auf /login?error=no_hr_access: die Anmeldung hat funktioniert, es fehlt die Freischaltung. Es braucht eine profiles-Zeile mit role = 'hr' und is_active = true auf derselben Kennung, die in app_users steht.

  • Cron läuft nicht: docker compose logs cron – prüft, ob /etc/crontabs/root korrekt geschrieben wurde und ob CRON_SECRET in .env gesetzt ist (leer/fehlend führt serverseitig zu 401).

  • max clients reached in session mode: der Verbindungsstring zeigt auf den Sitzungs-Modus des Poolers. Auf den Transaktions-Modus wechseln (bei Supabase Port 6543).

  • Healthcheck rot: docker compose logs app – meist DATABASE_URL fehlend oder nicht erreichbar. Der Pool baut die Verbindung erst beim ersten Zugriff auf, der Fehler steht deshalb im Log der Anfrage, nicht im Start-Log.