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alpenwerk-hr/DEPLOYMENT.md
Maximilian Stubhan 99e50fbbf9 Stop hoarding connections the provider will not give twice
The app died with "max clients reached in session mode - pool_size: 15".
Two causes, both real, neither visible without a live database.

The connection string pointed at the pooler's session mode, which pins one
backend per client and caps at 15 on Supabase. Every query here already runs
inside a transaction and the session context is set transaction-locally, so
transaction mode is not a workaround but the mode this design was written
for. Verified: 20 concurrent transactions, all 852 rows, 0.4s — and still
nothing without a session context.

The second cause was the dev server. Next.js re-evaluates changed modules,
so a module-local `let` was empty afterwards while the previous pool stayed
alive holding its connections. An afternoon of editing exhausted the quota.
The pool now hangs off globalThis, which is inert in production where
nothing reloads.

Documented in .env.example and DEPLOYMENT.md, because a deployment that
picks port 5432 fails this way under load and not before.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-03 10:28:36 +02:00

6.3 KiB
Raw Blame History

Deployment mit Docker

Dieser Guide beschreibt, wie die App (bisher auf Vercel deployed, siehe vercel.json) stattdessen als Docker-Container auf einem beliebigen Server läuft.

Was wird containerisiert und was nicht

  • Containerisiert: nur die Next.js-App selbst (Dockerfile).
  • Nicht containerisiert: Supabase (Datenbank + Auth). Die App verbindet sich per URL/Key zu einem bestehenden Supabase-Projekt (Cloud oder selbst gehostet) das bleibt unverändert. supabase/ in diesem Repo ist nur die lokale Dev-/Migrations-Umgebung (supabase start), kein Teil des Deployments.
  • Ersetzt: der Vercel-Cron-Job aus vercel.json (täglich 03:00 Uhr, ruft /api/cron/apply-pending-changes auf, um fällige Versetzungen/ Beförderungen/Karenz/Reorg-Änderungen zu übernehmen). Da es außerhalb von Vercel kein Vercel-Cron gibt, übernimmt das im docker-compose.yml enthaltene cron-Sidecar-Container diese Aufgabe mit demselben Schema und demselben Bearer-Secret, das die Route bereits erwartet.

Voraussetzungen

  • Docker + Docker Compose (v2, das im Docker Desktop/Docker Engine enthaltene docker compose) auf dem Zielserver.
  • Ein bestehendes Supabase-Projekt mit den Migrationen aus supabase/migrations/ bereits eingespielt (supabase db push bzw. wie bisher).

1. .env anlegen

cp .env.example .env

Werte eintragen:

Variable Woher
DATABASE_URL Verbindungsstring der PostgreSQL-Instanz. Die Rolle darf kein BYPASSRLS haben; hinter einem Pooler den Transaktions-Modus (bei Supabase Port 6543)
DATABASE_SSL nur setzen (false), wenn die Datenbank ohne TLS läuft
AUTH_SECRET selbst generieren: openssl rand -base64 32
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ID Entra-Portal → App-Registrierung → Übersicht
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_SECRET Entra-Portal → Zertifikate & Geheimnisse (nur einmal sichtbar!)
AUTH_MICROSOFT_ENTRA_ID_ISSUER https://login.microsoftonline.com/<verzeichnis-id>/v2.0
CRON_SECRET selbst generieren: openssl rand -hex 32

Details zur Entra-Registrierung: docs/entra-sso.md.

Wichtig zum Verständnis:

  • Nichts davon wird in das Image eingebacken. Es gibt keine NEXT_PUBLIC_*-Variablen mehr; alle Werte liest die Anwendung zur Laufzeit über env_file. Eine Änderung braucht deshalb nur einen Neustart, keinen neuen Build — und dasselbe Image läuft in Test und Produktion.
  • .env steht schon in .gitignore nicht committen.

2. Bauen und lokal testen

docker compose build
docker compose up -d
docker compose logs -f app

App ist danach unter http://localhost:3000 erreichbar. Healthcheck prüft GET /login; Status siehe docker compose ps.

Cron-Sidecar prüfen:

docker compose logs -f cron

3. Auf einem Server deployen

Einfachste Variante Repo direkt auf dem Server bauen:

git clone <repo-url> && cd manner-app
cp .env.example .env   # Werte eintragen
docker compose up -d --build

Alternative für CI/CD (Image einmal bauen, überall pullen): Image in einer Registry (GHCR, Docker Hub, …) bauen und pushen, auf dem Server nur docker compose pull && docker compose up -d ausführen. Dafür in docker-compose.yml zusätzlich image: <registry>/<name>:<tag> setzen und den Build in der CI-Pipeline mit den --build-arg-Werten für NEXT_PUBLIC_* laufen lassen.

4. Reverse Proxy + HTTPS

Next.js selbst sollte laut den offiziellen Docs nicht direkt exponiert werden ein Reverse Proxy übernimmt TLS, Rate-Limiting und Request- Validierung. Beispiel mit Caddy (automatisches HTTPS via Let's Encrypt):

# /etc/caddy/Caddyfile
hr.example.com {
    reverse_proxy localhost:3000
}

docker-compose.yml published Port 3000 aktuell auf den Host bei Verwendung eines Reverse Proxys auf demselben Host kann das Publishing auf 127.0.0.1:3000:3000 eingeschränkt werden, damit der Container-Port nicht direkt von außen erreichbar ist.

5. Updates ausrollen

git pull
docker compose build
docker compose up -d

Kurzer Downtime-Moment beim Neustart des app-Containers ist bei dieser Single-Instance-Compose-Konfiguration normal. Für Zero-Downtime-Deployments wäre eine zweite Instanz + Load Balancer nötig (siehe Abschnitt 6).

Datenbank-Migrationen (supabase/migrations/*.sql) werden weiterhin über die Supabase CLI gegen das Supabase-Projekt gefahren, unabhängig vom App-Deployment:

supabase db push

6. Hinweis bei mehreren Replicas

Läuft die App skaliert (mehrere app-Container hinter einem Load Balancer), muss NEXT_SERVER_ACTIONS_ENCRYPTION_KEY explizit gesetzt und auf allen Instanzen identisch sein sonst schlagen Server Actions (actions/*.ts, z. B. Mitarbeiter- und Positions-Mutationen) mit "Failed to find Server Action" fehl, wenn eine Anfrage auf einer anderen Instanz landet als der, die das Formular gerendert hat. Erzeugen mit:

openssl rand -base64 32

Als zusätzliche Env-Variable in .env eintragen. Bei der aktuellen Single-Instance-Compose-Konfiguration ist das nicht nötig.

Troubleshooting

  • Anmeldung endet auf /login?error=…: die Umleitungs-URI in der Entra-Registrierung muss exakt https://<host>/api/auth/callback/microsoft-entra-id lauten. Steht die Anwendung hinter einem Reverse Proxy unter einer anderen Adresse, als sie selbst sieht, zusätzlich AUTH_URL setzen.
  • Angemeldet, aber sofort zurück auf /login?error=no_hr_access: die Anmeldung hat funktioniert, es fehlt die Freischaltung. Es braucht eine profiles-Zeile mit role = 'hr' und is_active = true auf derselben Kennung, die in app_users steht.
  • Cron läuft nicht: docker compose logs cron prüft, ob /etc/crontabs/root korrekt geschrieben wurde und ob CRON_SECRET in .env gesetzt ist (leer/fehlend führt serverseitig zu 401).
  • max clients reached in session mode: der Verbindungsstring zeigt auf den Sitzungs-Modus des Poolers. Auf den Transaktions-Modus wechseln (bei Supabase Port 6543).
  • Healthcheck rot: docker compose logs app meist DATABASE_URL fehlend oder nicht erreichbar. Der Pool baut die Verbindung erst beim ersten Zugriff auf, der Fehler steht deshalb im Log der Anfrage, nicht im Start-Log.