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alpenwerk-hr/lib/db/index.ts
Maximilian Stubhan a66263a96e Put the session context under the app's own control
Erster Schritt weg von Supabase hin zu "läuft auf jedem PostgreSQL".

Gemessen sitzt die Kopplung nicht dort, wo der Begriff "Supabase-Projekt"
sie vermuten lässt: das Schema ist reines PostgreSQL, und von 58 RLS-Policies
rufen nur fünf auth.uid() direkt auf. Die übrigen 53 gehen über is_hr_user().
Diese eine Funktion ist die Brücke — wird sie umgelegt, folgt der Rest.

Die Migration legt sie um. app_current_user_id() liest jetzt zuerst
current_setting('app.user_id') und fällt nur ersatzweise auf auth.uid()
zurück. Deshalb plpgsql statt language sql: eine SQL-Funktion wird beim
Anlegen geparst, und auth.uid() gibt es auf einem gewöhnlichen PostgreSQL
nicht — die Migration liesse sich dort gar nicht erst anwenden. Der
Ausnahmeblock fängt das ab, und damit läuft dieselbe Migration auf beiden
Systemen. Der Rückfall verschwindet mit der Abschlussmigration.

Dazu app_users als Nachfolger von auth.users, external_id ist die oid des
Anbieters statt der E-Mail: eine Namensänderung darf kein zweites Konto
erzeugen.

Die neue Zugriffsschicht ist Kysely auf einem pg-Pool. Was daran zählt, ist
nicht der Query-Builder, sondern was er verhindert:

  - Die Kysely-Instanz wird nicht exportiert. Wer abfragen will, geht durch
    withUser() — und das öffnet immer eine Transaktion.
  - set_config(..., true) ist transaktionslokal. Ohne das dritte Argument
    bliebe die Kennung an der gepoolten Verbindung kleben und die nächste
    Anfrage liefe im Namen der vorherigen Person. In einer Personaldatenbank.
  - Eine ESLint-Regel verbietet den Import von pg und von lib/db/pool
    ausserhalb von lib/db. Nachgewiesen: eine Testdatei mit beiden Importen
    erzeugt zwei Fehler.
  - Einen privilegierten Zugang gibt es nicht mehr. asSystem() benutzt
    dieselbe Rolle ohne BYPASSRLS; was ohne angemeldete Person laufen darf,
    muss als SECURITY-DEFINER-Funktion in der Datenbank stehen.

tests/integration/session-context.test.ts läuft gegen einen Pool mit genau
einer Verbindung — sonst träfe er die Lücke mal und mal nicht. Er prüft, dass
nach Commit *und* nach Rollback nichts an der Verbindung zurückbleibt, und
belegt in einer Gegenprobe, dass eine Einstellung ohne Transaktion tatsächlich
hängen bleibt. Ein Sicherheitstest, der sich mangels DATABASE_URL selbst
überspringt, wäre schlimmer als keiner: in der CI schlägt schon das Fehlen
des Verbindungsstrings fehl.

Beim Schreiben der Migration stellte sich heraus, dass die Policies
hire_drafts_owner und saved_reports_owner heissen, nicht _own. Mit dem
geratenen Namen hätte drop policy nichts getroffen und create policy wäre mit
"already exists" abgebrochen.

Typecheck, Lint und 182 Tests sind grün. Die Anwendung läuft unverändert
weiter — sie benutzt die neue Schicht noch nicht.
2026-07-30 19:01:39 +02:00

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TypeScript

import "server-only";
import { Kysely, PostgresDialect, sql, type Transaction } from "kysely";
import { pool } from "./pool";
import type { Schema } from "./schema";
// Der einzige Weg an die Datenbank.
//
// ═══ Warum das keine gewöhnliche Datenbankschicht ist ═══
//
// Die Zugriffsrechte liegen in der Datenbank: 58 RLS-Policies rufen
// is_hr_user() auf, und das fragt seit der Umstellung nicht mehr Supabase,
// sondern `current_setting('app.user_id')` — eine Sitzungsvariable.
//
// Sitzungsvariablen hängen an der *Verbindung*, nicht an der Anfrage. Und
// Verbindungen kommen aus einem Pool. Wird die Variable ohne Transaktion
// gesetzt, bleibt sie an der Verbindung kleben, und die nächste Anfrage, die
// dieselbe Verbindung zieht, läuft mit der Kennung der vorherigen Person —
// quer über Benutzer hinweg, in einer Personaldatenbank.
//
// Das ist die Art Fehler, die in keinem Test auffällt, den man nicht
// absichtlich dafür schreibt (tests/integration/session-context.test.ts tut
// genau das). Deshalb:
//
// 1. Die Kysely-Instanz wird **nicht exportiert**. Wer abfragen will, muss
// durch withUser() — und das öffnet immer eine Transaktion.
// 2. `set_config(..., true)` — das dritte Argument bedeutet
// transaktionslokal. Mit `false` wäre die ganze Vorsichtsmassnahme
// wirkungslos.
// 3. Eine ESLint-Regel verbietet den Import von `pg` und `./pool`
// ausserhalb dieses Verzeichnisses.
//
// Zusätzlich verbindet sich die Anwendung mit einer Datenbankrolle **ohne**
// BYPASSRLS. Fehlt der Kontext trotz allem, liefern die Policies nichts
// zurück — nicht alles.
const db = new Kysely<Schema>({
dialect: new PostgresDialect({ pool }),
});
export type Tx = Transaction<Schema>;
/**
* Führt `fn` im Namen der angegebenen Person aus.
*
* `userId` ist die app_users.id. Für nicht angemeldete Zugriffe null — dann
* greift keine Policy und es kommt nichts zurück, was auch richtig ist.
*/
export async function withUser<T>(userId: string | null, fn: (tx: Tx) => Promise<T>): Promise<T> {
return db.transaction().execute(async (tx) => {
// Erste Anweisung der Transaktion, vor allem anderen.
await sql`select set_config('app.user_id', ${userId ?? ""}, true)`.execute(tx);
return fn(tx);
});
}
/**
* Für Abläufe ohne angemeldete Person — heute nur der nächtliche Lauf für
* fällige Änderungen.
*
* Bewusst kein privilegierter Zugang: die Verbindung benutzt dieselbe Rolle
* ohne BYPASSRLS. Was hier laufen darf, muss als SECURITY-DEFINER-Funktion
* in der Datenbank stehen und dort selbst prüfen, was es tut. Ein
* Dienstschlüssel, der RLS aushebelt, existiert nicht mehr.
*/
export async function asSystem<T>(fn: (tx: Tx) => Promise<T>): Promise<T> {
return withUser(null, fn);
}
/** Für Migrations- und Wartungsskripte, die ausserhalb einer Anfrage laufen. */
export async function closeDb(): Promise<void> {
await db.destroy();
}
export { sql };