Put the session context under the app's own control
Erster Schritt weg von Supabase hin zu "läuft auf jedem PostgreSQL".
Gemessen sitzt die Kopplung nicht dort, wo der Begriff "Supabase-Projekt"
sie vermuten lässt: das Schema ist reines PostgreSQL, und von 58 RLS-Policies
rufen nur fünf auth.uid() direkt auf. Die übrigen 53 gehen über is_hr_user().
Diese eine Funktion ist die Brücke — wird sie umgelegt, folgt der Rest.
Die Migration legt sie um. app_current_user_id() liest jetzt zuerst
current_setting('app.user_id') und fällt nur ersatzweise auf auth.uid()
zurück. Deshalb plpgsql statt language sql: eine SQL-Funktion wird beim
Anlegen geparst, und auth.uid() gibt es auf einem gewöhnlichen PostgreSQL
nicht — die Migration liesse sich dort gar nicht erst anwenden. Der
Ausnahmeblock fängt das ab, und damit läuft dieselbe Migration auf beiden
Systemen. Der Rückfall verschwindet mit der Abschlussmigration.
Dazu app_users als Nachfolger von auth.users, external_id ist die oid des
Anbieters statt der E-Mail: eine Namensänderung darf kein zweites Konto
erzeugen.
Die neue Zugriffsschicht ist Kysely auf einem pg-Pool. Was daran zählt, ist
nicht der Query-Builder, sondern was er verhindert:
- Die Kysely-Instanz wird nicht exportiert. Wer abfragen will, geht durch
withUser() — und das öffnet immer eine Transaktion.
- set_config(..., true) ist transaktionslokal. Ohne das dritte Argument
bliebe die Kennung an der gepoolten Verbindung kleben und die nächste
Anfrage liefe im Namen der vorherigen Person. In einer Personaldatenbank.
- Eine ESLint-Regel verbietet den Import von pg und von lib/db/pool
ausserhalb von lib/db. Nachgewiesen: eine Testdatei mit beiden Importen
erzeugt zwei Fehler.
- Einen privilegierten Zugang gibt es nicht mehr. asSystem() benutzt
dieselbe Rolle ohne BYPASSRLS; was ohne angemeldete Person laufen darf,
muss als SECURITY-DEFINER-Funktion in der Datenbank stehen.
tests/integration/session-context.test.ts läuft gegen einen Pool mit genau
einer Verbindung — sonst träfe er die Lücke mal und mal nicht. Er prüft, dass
nach Commit *und* nach Rollback nichts an der Verbindung zurückbleibt, und
belegt in einer Gegenprobe, dass eine Einstellung ohne Transaktion tatsächlich
hängen bleibt. Ein Sicherheitstest, der sich mangels DATABASE_URL selbst
überspringt, wäre schlimmer als keiner: in der CI schlägt schon das Fehlen
des Verbindungsstrings fehl.
Beim Schreiben der Migration stellte sich heraus, dass die Policies
hire_drafts_owner und saved_reports_owner heissen, nicht _own. Mit dem
geratenen Namen hätte drop policy nichts getroffen und create policy wäre mit
"already exists" abgebrochen.
Typecheck, Lint und 182 Tests sind grün. Die Anwendung läuft unverändert
weiter — sie benutzt die neue Schicht noch nicht.
This commit is contained in:
39
lib/db/pool.ts
Normal file
39
lib/db/pool.ts
Normal file
@@ -0,0 +1,39 @@
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import "server-only";
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import { Pool } from "pg";
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// Die einzige Stelle im Projekt, die `pg` importieren darf.
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//
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// Der Grund steht in lib/db/index.ts: eine Abfrage ausserhalb von withUser()
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// läuft ohne Sitzungskontext und damit — je nachdem, was die vorherige
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// Anfrage auf derselben gepoolten Verbindung hinterlassen hat — im Namen
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// einer fremden Person. Deshalb wird der Pool nicht exportiert, sondern nur
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// die Kysely-Instanz, die ihn benutzt, und eine ESLint-Regel verbietet den
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// Import von `pg` und von dieser Datei überall sonst.
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const connectionString = process.env.DATABASE_URL;
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if (!connectionString) {
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throw new Error(
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"DATABASE_URL fehlt. Erwartet wird ein PostgreSQL-Verbindungsstring — " +
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"die Anwendung spricht direkt mit der Datenbank, nicht über eine API-Schicht."
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);
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}
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export const pool = new Pool({
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connectionString,
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// Der Standard sind 10; bei serverseitigem Rendering hängt an jeder
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// Anfrage genau eine Transaktion, und mehr Verbindungen als die Datenbank
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// zulässt bringen nur Wartezeit an einer anderen Stelle.
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max: Number(process.env.DATABASE_POOL_MAX ?? 10),
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// Eine Anfrage, die länger braucht, ist kaputt und soll das melden statt
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// eine Verbindung zu belegen.
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statement_timeout: 20_000,
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idle_in_transaction_session_timeout: 20_000,
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connectionTimeoutMillis: 10_000,
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// Verwaltete Anbieter (Azure, RDS, Supabase) verlangen TLS; lokal nicht.
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ssl: process.env.DATABASE_SSL === "false" ? undefined : { rejectUnauthorized: false },
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});
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// Ein Fehler auf einer Leerlaufverbindung beendet sonst den Prozess.
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pool.on("error", (err) => {
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console.error("Unerwarteter Fehler auf einer Leerlaufverbindung:", err);
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});
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